Willkommen auf dem Wortspielplatz! Hier geht es um alles, doch nichts Banales. Allenfalls Bananen. Hier geht es um Worte. Schöne Worte, hässliche Worte, aber immer in ihrer schönsten Form: dem Satz. Und davon gleich mehrere!

Gefühle für den Weihnachtsmann.

Ohja, dieses Jahr ist es soweit. Endlich einmal habe ich das Gefühl, es könnte wirklich, wahrhaftig weihnachten.
Letztes Jahr saß ich zur gleichen Zeit da, sinnierte über Kürbisse, unter Morddrohungen abgegebene Süßigkeiten und ihren tieferen Sinn. Dieses Jahr hingegen ist mir die Kürbisfeier völlig schnurz. Ich überspringe sie gedanklich (ok, einmal wird kurz Zombieschminke aufgetragen, aber wirklich nur am 31ten!) und hoffe, dass die Plätzchenzeit dadurch ein wenig näher rückt. In Gedanken bebacke, beschenke und versöhne ich die halbe Welt. Warum? Sind es wildgewordene Hormone, die in meinem Körper toben?

Ausgeschlossen, ich bin weder schwanger, noch ein Versuchkaninchen Hollywoods. Was ist es dann? Letztes Jahr war mir klar, nach Jahren des Entzugs weihnachtlicher Vorfreude, dass der Grund das fehlenden weißen Kristall war. Nein, nicht Koks, sondern simpler Schnee. Doch dieses Jahr überfällt mich aus heiterem Himmel ein unerklärliches Gefühl grundloser Friedfertigkeit. Und das schon im Oktober. Wen ich auch frage, allen geht es genauso. Wie die Irren freuen sie sich auf die Geschenkeschlacht. Liegt es an der Finanzkrise, am zusammenbrechendem Gesundheitssystem, am Arbeitsmarkt? Wollen wir uns die Welt nur ein letztes Mal schön reden?

Ich glaube, es ist mehr. Zum Einen könnte es natürlich sein, dass wir nach einem richtigen Sommer uns auch endlich mal auf ein richtiges Weihnachten freuen können. Andererseits glaube ich, dass es so simpel nicht sein kann.

Wir freuen uns einfach. Grundlos. Und wenn schon.
Lasst uns Plätzchen backen.

...von monkeyeve. 25. Oktober 2008 um 22:44. Schublade: zeitgeister Socken: .


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von affe zu affe

Keine Rampensau? Der Affe freut sich auch über elektronische Post.

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