Willkommen auf dem Wortspielplatz! Hier geht es um alles, doch nichts Banales. Allenfalls Bananen. Hier geht es um Worte. Schöne Worte, hässliche Worte, aber immer in ihrer schönsten Form: dem Satz. Und davon gleich mehrere!

Ich bin schwer sprachverliebt.

Und zwar in die Franzosen. Ich kenne kein anderes Volk, das einerseits so verklemmt ist, was die eigene Sprache angeht und andererseits so unbekümmert egoistisch damit umgeht. Fremdsprachige Ausdrücke haben hier einfach nichts verloren. Verirrt sich jedoch mal so ein ausländischer Naseweis in das französische Hoheitsgebiet, wird er kurzerhand umphonetisiert. Elvis Presley wird da gern mal zu „Elwi Prehleh“. Wenn er nicht tot wäre, würde ihm heute sein französisches Sprach-Pendant persönlich die Tabletten überreichen. Lucky Luke kann zwar schneller als sein Schatten schießen, aber als „Lüki Lük“ trägt er in meiner Vorstellung einen pinken Stetson und statt einem Sporn Glitzerpompons an seinen Stiefeln. Mit meinen Neffen hab ich schon lange Diskussionen über Spider-Man, bzw. „Spidärmann“ geführt. In Frankreich wird er so genannt, also hat es auf der ganzen Welt so zu sein. Und basta. Aber was, wenn Spider-Man mal nicht kommt, wenn wir nach ihm rufen – einfach weil er es nicht versteht? Nicht auszudenken, welche Ausmaße das nehmen könnte. Ungebremste Straßenbahnen, zusammenbrechende Brücken, kriegsgeile Präsidenten. Ja, ich sagte doch, er wird uns nicht hören.
Mackdonalld, Belee, Pöb und Clöb* – die Liste kann man endlos weiterführen und ich liebe die Franzosen, wie schon erwähnt, dafür. Offensichtlich können sie nicht nur Käse produzieren, sondern auch charmante Wortspiele (die Franzosen sehen das sicherlich anders, Patriotismus, und so).

Wif la Frons!

* für sprachungestörte Geister: MacDonald’s, Baileys, Pub, Club.

...von monkeyeve. 29. Januar 2009 um 20:29. Schublade: wortpolonaise Socken: , .


banane geben >>

 

3 Meinungen

von affe zu affe

Keine Rampensau? Der Affe freut sich auch über elektronische Post.

:

: