Willkommen auf dem Wortspielplatz! Hier geht es um alles, doch nichts Banales. Allenfalls Bananen. Hier geht es um Worte. Schöne Worte, hässliche Worte, aber immer in ihrer schönsten Form: dem Satz. Und davon gleich mehrere!

Mein erstes Mal.

..fand am Samstag statt. Hauptakteur war dabei Woody Allen.
Ja, schämen sollte ich mich – bislang beschränkte sich meine Allengemeinbildung auf Ausschnitte aus dem “Stadtneurotiker”. Wenn ich schon bei meinem Outing bin: ich habe auch noch keinen einzigen Teil von Star Wars, Rocky oder Rambo gesehen. Geschweige den Knight Rider oder Alf. Shame on me.

Doch zurück zu Woody:
Damals wurde uns Angeberwissen vermittelt und zu den Filmausschnitten erzählt, dass Woody ausschließlich eine statische Kameraführung einsetzt – aber weiter gucken durften wir nicht. Doch der Appetizer zeigte Wirkung und ich wollte mehr denn je das Werk des Hornbrillenträgers begutachten (haben nicht viele großen Männer Hornbrillen getragen – Sartre, Honecker Heinz Erhardt?).
Also nahm ich ‘Vicky Cristina Barcelona’ ins Visier – scheinbar eine willkürliche Anhäufung von Wörtern, die aber erstaunlicherweise (nach dem Film ist man schlauer) genau den Inhalt wiedergibt. Vicky, Cristina und Barcelona. Und was da so alles passiert.

Die Geschichte ist eigentlich ganz einfach gestrickt und dreht sich um die typische Drei-, Vier- bzw. Fünfecksbeziehung, so wie sie jeder kennt. Die Charaktere sind genau so wie man sie haben möchte: zwei Amerikanerinnen, die so USA sind, wie es nur geht – die Eine steuert verlobt unweigerlich in das Spießertum hinein, die Andere meint, sie steuert mit ihrer kreativen Sinnsuche hinaus. Der wilde spanische Künstler voller Amore und Passione, (Italienisch, ich weiß, aber diese Südländer sind doch all gleich..) die wilde spanische Künstlerin (wunderbar, die geifernde, giftende, mörderische Penelope Cruz) und zuletzt, ganz am Rand, der zukünftige, wacker vor sich hinbiedernde Ami-Ehemann.

Der Film hinterlässt mit den wunderschönen Barcelona-Bildern ein warmes Sommergefühl im Bauch und die Gewissheit, dass das Leben nur halb so ernst ist. Und was ich am schönsten finde: Er ergreift keine Partei. Bohémien oder Bourgeois, das bleibt einem ganz selbst überlassen.

...von monkeyeve. 5. Januar 2009 um 11:03. Schublade: filmgeschichte, monkeysee Socken: , .


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1 Meinung

von affe zu affe

Keine Rampensau? Der Affe freut sich auch über elektronische Post.

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