Willkommen auf dem Wortspielplatz! Hier geht es um alles, doch nichts Banales. Allenfalls Bananen. Hier geht es um Worte. Schöne Worte, hässliche Worte, aber immer in ihrer schönsten Form: dem Satz. Und davon gleich mehrere!

Vom Praktikanten zum Millionär.

Diese geläufige Redewendung musste ich endlich einmal modifizieren (einer muss es ja tun!) – so kann man das nun wirklich stehen lassen. Eine Spülmaschine als Verkörperung der untersten Karriereleitersprosse? Nein, der Tellerwäscher, das ist schon lange her. Den Platz hat inzwischen der bescheidene, kopierende Praktikant eingenommen.
Gut, nicht alle Praktikanten müssen Kaffee kochen oder Autoreifen für den Chef wechseln. Aber im Allgemeinen, arbeiten Praktikanten viel und bekommen wenig dafür. Also das perfekte Gegenstück zum Millionär.
An dem könnte man eigentlich auch noch arbeiten. Millionär! Wer hat heute noch die Ambitionen, Millionär zu werden? Das ist ja nun wirklich Sauna: ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wenn man heute ehemalige Lottogewinner befragt, leben die meisten auch nicht anders als früher. Oder eben wieder. So ne Million ist ganz schön schnell weg.
Doch lassen wir der Redewendung ihren Millionär, sonst ist ja die Wiedererkennung nicht mehr gegeben (doch, doch, manche Werber glauben tatsächlich, wenn das Wörtchen „und“ drin bleibt, ist der Slogan so gut wie alt) – und kommen wir endlich zum Kern der Sache.

Wie wird man Millionär? Im Falle eines Praktikanten kann man ja sagen: Gut kopieren und abwarten. Irgendwann haste dann deine erste Million.
Na, nicht jeder hat soviel Zeit und vielleicht will man seine erste Million noch in der ersten Lebenshälfte genießen. Wobei es natürlich sein könnte, dass man dann so einen exzessiven Lebensstil entwickelt, dass eine zweite Lebenshälfte nicht mehr denkbar ist. Aber egal.

Ein Kaninchen essen? Bei www.savetoby.com hat es geklappt. Es war zwar keine Million, sondern nur 50.000, aber jeder fängt mal klein an. Wir essen unser süßes, kleines Kaninchen, wenn wir nicht den gesamten Betrag gespendet bekommen. Das nenne ich mal eine klar definierte Geschäftsidee. Hier würde das hingegen kaum funktionieren. Auf dem deutschen Eichentisch reichen sich falscher und echter Hase ja fast täglich die Pfote.
In China würde aus der Seite dann wahrscheinlich sogar ein Rezepteforum werden.

Millionär werden, ist also eigentlich ganz leicht. Finde eine Marktlücke und stopfe sie. Na dann mache ich mich mal auf die Suche. Ihr werdet von mir hören.

...von monkeyeve. 15. August 2008 um 14:42. Schublade: luftarchitektur Socken: .


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