Willkommen auf dem Wortspielplatz! Hier geht es um alles, doch nichts Banales. Allenfalls Bananen. Hier geht es um Worte. Schöne Worte, hässliche Worte, aber immer in ihrer schönsten Form: dem Satz. Und davon gleich mehrere!

Von kaputten Gürteln und Bassisten.

Ich schwitze, mein Herz bummert, meine Zehen wippen. Nein, das sind nicht erste Anzeichen eines Herzinfarkts – das sind ‚Eagle Seagull’. Aus dem fernen Nebraska sind sie gekommen, um echte „unprätentiöse“ Musik in den melodienarmen Süden Deutschlands zu bringen.
Mission erfüllt, kann ich da nur sagen.

Auf engstem Raum eine überschaubare Anzahl von Fans, die aber mit Leidenschaft dabei sind. Leidenschaft, die sich ganz unterschiedlich äußert: verhaltenes Kopfnicken und geschlossene Lider, die nur mühsam die überbrodelnden Emotionen zurückhalten. Oder ekstatisches Wippen im rhythmischen Einklang mit der Musik. Und Gürtel, die bei zu hektischen Bewegungen einfach den musikalischen Tod sterben.
Genauso muss echtes Fantum aussehen und mir fällt momentan keine andere Band ein, die das mehr verdient hätte (allein schon weil sie meinen gestrigen Abend mit Glanz und Gloria verschönert hat).
Ein Blick nach vorne auf die Bühne, die sich fast auf Augenhöhe mit den Fans befindet: sechs Musiker – jeder davon in seiner eigenen Welt. Der Frontsänger trägt sein Herz, seine Seele auf der Zunge und lässt uns alle daran teilhaben. Die Keyboard- und gesangsversierte Violinistin schaut immer wieder verträumt an die Decke. Ein Gitarrist fährt seine ganz eigene Show und wandert, seine Haare wild schwenkend, von einem Bühnenende zum anderen. Und trotzdem führt alles zu einem perfekten Zusammenklang oder vielleicht doch nicht so ganz perfekt – aber gerade dadurch unglaublich mitreißend.
Und hinten wäre da noch der Bassist. Ganz lässig steht er da, als wäre er völlig allein mit seiner Gitarre.
Bassisten sind einfach immer cool. Das hat auch schon die erwähnenswerte Vorgruppe „Kingsize“ bewiesen (nicht so kingsize wie Eagle Seagull, aber eine gute Vorlage).
Und jetzt? Blasen an den Sohlen, tausend blaue Flecken und immer noch heiser. Wie schön.

Nicht zu vergessen. Die Hörprobe:
http://www.myspace.com/eagleseagull

...von monkeyeve. 28. Mai 2008 um 17:22. Schublade: monkeyhear, stadtgespräche Socken: , .


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von affe zu affe

Keine Rampensau? Der Affe freut sich auch über elektronische Post.

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