..hat die Industrialisierung Schuld, wie wir heute wissen (oder vermuten). In ungewaschenen Äpfeln, Faltencreme und sogar im dekorativen Forstgrün unserer Wände verstecken sich kleine Testosteron-Killer. Die überfallen die männlichen Hormone hinterrücks und machen uns ratzfatz ein Y für ein X vor. Dann fehlt auf einmal die Vorlage für den Schwanzvergleich und unsere männlichen Artgenossen stehen nicht mehr so im Saft wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts. (Waren die zwei Weltkriege gar ein letztes Aufbegehren schwindender Männlichkeit?) Denn bevor die Emanzipation zu uns kam, machte sie einen Zwischenstopp in den Gebärmüttern dieser Welt: Seit 1940 wurden tausende von Jungs nicht geboren, weil ihre schwangeren Mütter unter dem Einfluss testosteronblockierender Chemikalien standen.
Klar, das würde auch mein zweijähriges Single-Dasein erklären. Mal ehrlich, in freier Wildbahn ist doch kaum verwertbares Material zu finden: entweder sind die Guten andersweitig vergeben (Artentorschlusspanik) oder sie sind andersrum. (Anm d. Red.: allen wahren Männern sei gesagt, die Übertreibung ist ein künstlerisches Stilmittel)
Bei dem Kopfkino, dass sich da bei mir abspielt, wird mir Angst und Bange. Was erwartet uns in einer völlig verweiblichten Welt? Gut ist, dass sich dann endlich mal rausstellen würde, ob wir die Schuld an Zickenkriegen und Magermodels wirklich auf die Männer schieben können. Dumm ist nur, dass wir dann im Vorabendprogramm Alice Schwarzers Schwestern ertragen müssten, statt Daniel Craig dabei zuzusehen, wie er sein Sixpack aus den Fluten trägt. Aus und vorbei mit John Wayne, Rhett Butler und Indiana Jones. Aber auch aus und vorbei mit grölenden Hooligans, Chauvi-Chefs und einer unsere Kreativität einschränkenden Parkordnung. Kein David Hasselhoff mehr, der für uns die Mauer niedersingt. Keine Blondinen-Witze mehr. Kein Kribbeln im Bauch?
Die Pro und Contra-Liste lässt sich beliebig lang fortsetzen, aber letztendlich würden wir aussterben, denn ohne unseren biertrinkenden, erdnussknabbernden Pendants wäre es auch mit der Feminisierung nicht weit her. Ich hoffe, ich höre mich nicht an wie Eva Herrmann, wenn ich jetzt sage, dass ich ehrlich froh bin, heute zu leben und nicht in einer Zukunftsvision, in der wir echte Männer nur noch in Samenbankkatalogen und Museen bewundern. Und das liebe Kinder war die letzte Evolutionsstufe vor uns: der Fußballspieler…
...von . 9. Oktober 2009 um 22:21. Schublade: zeitgeister Socken: testosteron.









von affe zu affe
Räusper. Ich finde die Blondinenwitze sollten alle in einem grossen Wahrheitsbuch aufbewahrt werden.
Das Wort “Witz” ist da doch eher unzutreffend.
<<Beine in die Hand nehme und wechrenne*lach
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Aber nur weil das vermutete Geschlecht des Kommentators als gutes Argument für Unzurechnungsfähigkeit durchgeht.
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zwinker:-))